Gipfel im Kanzleramt soll Atomstreit beenden Mit Tröten und Trillerpfeifen stehen Hunderte von Atomkraftgegnern vor dem Kanzleramt. Dort brüten Kanzlerin Merkel, die Minister Röttgen und Brüderle sowie die Partei- und Fraktionschefs der Koalition über eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten. Das monatelange Streitthema soll heute entschieden werden.
AKW-Laufzeiten: Opposition kündigt "heißen Herbst" an Die Opposition warnt die Regierung davor, den vereinbarten Atomausstieg zu kippen. SPD-Chef Gabriel drohte mit einer Klage, falls der Bundesrat bei einer Verlängerung der AKW-Laufzeiten umgangen werde. Grünen-Chefin Roth warf Schwarz-Gelb "Atomlobbyismus" vor und kündigte eine Großdemonstration an.
SPD-Ausschlussverfahren: Dohnanyi will Sarrazin verteidigen Im Verfahren zum Ausschluss aus der SPD erhält Thilo Sarrazin prominente Unterstützung: Der frühere Hamburger Bürgermeister von Dohnanyi kündigte in der "Süddeutschen Zeitung" an, den umstrittenen Parteifreund vor der Schiedskommission zu verteidigen. Sarrazin sei kein Rassist, betonte Dohnanyi.
Terrorismus: ETA verkündet neuen Waffenstillstand Die ETA hat offenbar eine neue Waffenruhe ausgerufen. Ein entsprechendes Video ging bei mehreren Medien ein. Es ist jedoch unklar, wie lange der Waffenstillstand dauern soll. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Terrororganisation sich nicht an ihre eigenen Ankündigungen hält.
Mindestens 20 Tote nach Erdrutschen in Guatemala Bei schweren Regenfällen und Erdrutschen sind in Guatemala mindestens 20 Menschen gestorben. Eine Schlammlawine stürzte auf die zentrale Straße Panamerikana. Allein dabei starben 15 Menschen, zahlreiche sollen noch verschüttet sein. Präsident Colom rief den nationalen Notstand aus.
Nach dem Erdbeben in Neuseeland: Hunderte in Notunterkünften Einen Tag nach dem schwersten Erdbeben seit 90 Jahren im Süden Neuseelands laufen die Aufräumarbeiten. Allein in Christchurch sind etwa 500 Häuser zerstört oder stark beschädigt. Premierminister Key schätzte die Schäden auf umgerechnet eine Milliarde Euro.
Weltspiegel: Juárez - Am Ort absoluter Rechtslosigkeit In der mexikanischen Grenzstadt Juárez ist der Respekt vor dem Leben verschwunden: Im Krieg zwischen Drogenbanden, korrupten Polizisten und Soldaten starben in nur einem Jahr 2600 Menschen. Auftragsmörder arbeiten gleichzeitig für Banden und die Polizei - Massaker gibt es auf Bestellung.
Videoblog: Die Computer-Kinder von Agbogbloshie In Agbogbloshie, einem Vorort von Ghanas Hauptstadt Accra, landet Elektroschrott aus aller Welt. Nach der Schule holen sich Kinder Monitore, um Edelmetalle herauszulösen. Umhüllt von giftigem Rauch trennen sie Kupfer und Plastik. So ruinieren sie ihre Gesundheit und die Umwelt.
Palästinensische Rennfahrerinnen sprengen Geschlechterrollen Acht junge Rennfahrerinnen haben sich im Westjordanland zu den "Speed Sisters" zusammengeschlossen. Sie schneiden bei den Rennen oft besser ab als die Männer. Ihr Training absolvieren sie in Sichtweite eines israelischen Checkpoints, größtes Problem sind die Ersatzteile.
Gotthard-Straßentunnel: Vor 30 Jahren eröffnet Mit knapp 17 Kilometern ist der Gotthard-Straßentunnel der drittlängste Tunnel der Welt. Seit nunmehr 30 Jahren fahren mehr als eine Million PKW jährlich hindurch. Seit dem schweren Unfall 2001 mit elf Toten sorgt ein hochmodernes System für mehr Sicherheit im Tunnel.
Israel bombardiert Tunnel im Gazastreifen Zwei Tage nach dem Beginn neuer Friedensgespräche hat die israelische Luftwaffe drei Angriffe im Gazastreifen geflogen. Sie reagierte damit auf einen Raketenangriff sowie Anschläge auf jüdische Siedler. Bei den Angriffen kam ein Palästinenser ums Leben, drei wurden verletzt.
Anleger größter afghanischer Bank fürchten um ihr Geld In Afghanistan stehen die Menschen Schlange vor den Banken. Vor allem Kunden der Kabul Bank heben ihr Geld ab. US-Medien hatten berichtet, das Topmanagement der Bank sei wegen Korruption abgesetzt worden. Präsident Karsai versicherte vergeblich, die Einlagen seien sicher. Dennoch wurden bereits Millionen Dollar abgehoben.
Kundus-Opfer reicht erste Klage ein Ein Jahr nach dem Luftangriff von Kundus hat ein Opfer erstmals Klage gegen die Bundesregierung eingereicht. Anwälten zufolge handelt es sich um den Fahrer eines der Tanklaster, die auf Anordnung der Bundeswehr bombardiert worden waren. Er fordert Schmerzensgeld und medizinische Versorgung.
Afghanistan: Friedensrat soll mit Taliban verhandeln Afghanistans Präsident Karsai will mit Hilfe eines Friedensrates die Gespräche mit den radikalislamischen Taliban in Gang bringen. Dem Gremium sollen unter anderem einflussreiche Stammesführer angehören. Derweil wurden bei Anschlägen in Kundus und Kandahar insgesamt zehn Menschen getötet.
Belgien: Zwei Vermittler sollen neue belgische Regierung bilden Belgiens König hat zwei ranghohe Vermittler auserkoren, um dem Land aus der Staatskrise zu helfen. Der Präsident der Abgeordnetenkammer, Flahaut, und Senatspräsident Pieters sollen die Regierungsbildung vorantreiben. Der Chef der frankophonen Sozialisten, Di Rupo, war zuvor an dieser Aufgabe gescheitert.
Elektrofahrräder erobern China In Chinas Städten sind sie angesagt: lautlose, abgasfreie Elektrofahrräder. Dass diese Zweiräder dominieren, liegt am Verbot von Mopeds und Motorrädern. Umwelfreundlich sind die E-Bikes auch nur auf den ersten Blick. Denn Elektroenergie wird vor allem mit Kohle gewonnen.
Hamburger Schanzenfest: Polizei nimmt 42 Randalierer fest Im Hamburger Schanzenviertel hat es erneut Krawalle gegeben. Nach einem friedlichen Straßenfest griffen in der Nacht Randalierer Polizisten an. Zwar waren die Ausschreitungen nicht so groß wie in den vergangenen Jahren, trotzdem wurden mehrere Menschen verletzt und 42 weitere festgenommen.
Letztes offizielles Gedenken an Opfer der Loveparade Sechs Wochen nach der Katastrophe bei der Loveparade ist in Duisburg noch einmal der 21 Opfer gedacht worden. Mehrere hundert Menschen versammelten sich am Samstag am Unglückstunnel. Dort ging die offiziell erklärte Trauerzeit zu Ende. Heute wurde die Straße wieder für den Verkehr freigegeben.
Dortmund: Tausende protestieren friedlich gegen Rechtsextremisten Mehrere tausend Menschen haben in Dortmund friedlich gegen eine Kundgebung von Rechtsextremisten demonstriert. Auseinandersetzungen gab es zwischen der Polizei und rund 500 Neonazis sowie einzelnen linken Demonstranten. Zu den Protesten gegen Rechts hatte auch die Stadt aufgerufen.
Bundesbank wirft Sarrazin Pflichtverstöße vor Die Bundesbankspitze wirft Sarrazin gravierende Verstöße seiner Pflichten vor. Das notwendige Vertrauensverhältnis sei nicht mehr gegeben. Über eine Abberufung entscheiden muss letztlich Bundespräsident Wulff, der den Fall prüfen lässt. Sarrazin selbst warnte Wulff vor einem "Schauprozess".
Sachsenhausen: Gedenkfeier für Opfer des sowjetischen Speziallagers In der Gedenkstätte Sachsenhausen ist an die Einrichtung des sowjetischen "Speziallagers Nummer 7" vor 65 Jahren erinnert worden. Bis 1950 waren auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers rund 60.000 Menschen inhaftiert, in erster Linie Nazi-Funktionäre. Fast 12.000 starben an Hunger und Krankheiten.
1200 Jahre alter Silberschatz bei Anklam entdeckt In Mecklenburg-Vorpommern ist ein außergewöhnlicher Silberschatz entdeckt worden: Archäologen bargen Münzen und Münzfragmente sowie einen Armreif und drei Silberbarrenstücke. Die Münzen stammen aus dem arabischen Raum und belegen, dass es bereits vor 1200 Jahren globalen Handel gab.
"Ruhrlights: Twilight Zone": Lichtkunstfestival startet mit "Schieflage" Orte entlang der Ruhr zu interpretieren und anders wahrnehmbar zu machen - dies ist das erklärte Ziel des Lichtkunstfestivals "Ruhrlights: Twilight Zone". Auftakt sollte die Installation "Kubik" der Künstlergruppe Modulorbeat aus Münster bilden, die aber aus technischen Gründen verschoben werden musste.
Boxen: Felix Sturm bleibt WBA-Weltmeister im Mittelgewicht Felix Sturm bleibt Box-Weltmeister: Der 31-jährige WBA-Superchampion im Mittelgewicht besiegte in Köln Giovanni Lorenzo aus der Dominikanischen Republik nach Punkten. Für Sturm war es der erste Kampf nach einer 14-monatigen Pause. Auf seinem Konto stehen nun 34 Siege in 37 Profi-Kämpfen.
Quiz: Wenn es für geschredderte Aale knüppeldick kommt Worte sind Schall und Rauch - und wenn sie ausgehen, dann gibt es verdientermaßen eins mit dem Knüppel. Dass nicht alle so denken, zeigt sich bei der Verantwortung für küftige Generationen, die "noch ein morgen, ein übermorgen und ein überübermorgen" vor sich haben. Schlechte Zukunftsaussichten hat der Aal: Auch wenn er nicht mehr von Anglern geknüppelt werden darf, droht ihm nun der Schredder.
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